DIGITALISIERUNG: DIE WICHTIGSTEN TECHNOLOGIEN FÜR DEN MITTELSTAND

Mittlerweile ist klar, dass digitale Technologien der Schlüssel zum Erfolg für kleine und mittelständische Betriebe sind. Neue Geschäftsmodelle, neue Kunden, Prozessoptimierung, niedrigere Kosten uvm. sind hier die Schlagwörter. Wie auch das BMWi sagt, geht es für den Mittelstand vor allem darum, die wichtigsten Technologien der Digitalisierung zu nutzen, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber großen Unternehmen zu halten und Wettbewerbsvorteile aufzubauen.

Obwohl die Digitalisierung immer schneller voranschreitet, stehen viele Unternehmen noch ganz am Anfang. Die Herausforderungen sind divers: fehlende Expertise mit den wichtigsten Technologien der Digitalisierung, Unsicherheiten bzgl. sinnvollen Anwendungsfällen oder Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Digitalstrategien.

In den folgenden Abschnitten geben wir daher einen Überblick über die wichtigsten Technologien der Digitalisierung für den Mittelstand und erklären, wofür sie angewendet werden, welches Potenzial sie bieten und wie sie dir helfen, einen Wettbewerbsvorteil aufzubauen.

INHALTSVERZEICHNIS

1. KÜNSTLICHE INTELLIGENZ

Mittlerweile ist Künstliche Intelligenz (KI) überall. Dank steigender Speicherkapazitäten in der Cloud, besseren Computerchips und unendlich großen Datenmengen (Big Data), haben Unternehmen die Möglichkeit, Anwendungen zu entwickeln, die sich durch mehr Daten immer weiter verbessern. Das macht sie auch für den Mittelstand zu einer der wichtigsten Technologien, denn sie bietet enormes Potenzial in allen Unternehmensbereichen – von Logistik, über Produktentwicklung bis zum Kundenservice.

Konkrete Use-Cases, die aktuell in der Industrie Anwendung finden, sind beispielsweise:

  • Indoor Localization: Um Produktionsprozesse in Fabriken effizient messen zu können, können selbst die kleinsten Produktionsteile mit einem Lokalisationssystem erkannt werden. Der Vorteil solcher Systeme ist, dass sie unabhängig von Fabrik- und Produktionsgröße skaliert werden können. Während sie früher noch sehr kostspielig waren, können mit neuen Technologien inzwischen deutlich kostengünstigere Lokalisationssysteme eingesetzt werden.
  • KI in der Produktion: Qualitätsmanagement im produzierenden Gewerbe ist essentiell, um bei Produkten jeglicher Art höchste Qualität zu garantieren. Da manuelle Qualitätskontrolle inkonsistent und nicht skalierbar ist, werden zunehmend KI-gestützte Methoden im Qualitätsmanagement angewandt. Vor allem Computer Vision in Verbindung mit Machine Learning helfen dabei, Produktschäden, Qualitätsschwankungen oder aufkommende Qualitätsprobleme frühzeitig und effizient zu erkennen. Das spart Zeit, Kosten und garantiert höchste Produktqualität.
  • Recommendation Systems: Auf der Grundlage von großen Datenmengen lassen sich Recommendation Systems (“Empfehlungssysteme”) entwickeln, die Nutzern bestimmte Inhalte, Alternativen oder Produkte empfehlen. Solche Systeme erlauben beispielsweise aufschlussreiche Datenanalysen und vereinfachen Kundeninteraktionen. Sie sind nicht nur im Online-Handel ein entscheidender Faktor, sondern können auch auf unternehmensinternen Plattformen eine wichtige Rolle einnehmen, indem sie Prozesse beschleunigen und vereinfachen, was wiederum Zeit und Kosten spart.

2. INTERNET OF THINGS

Internet of Things (IoT), oder auch Internet der Dinge, beschreibt die Vernetzung von Alltagsgegenständen durch das Internet. Fortschrittliche Sensoren, Softwaresysteme und Datenspeicher ermöglichen den Datenaustauch zwischen Smartphone, Waschmaschine, Heizung, Auto, Laptop & Co. Für den Mittelstand bietet IoT als eine der wichtigsten Technologien der Digitalisierung vor allem Potenziale im Qualitätsmanagement, in der Produktion und als Grundlage für digitale Geschäftsmodelle, wie z.B.:

  • Predictive Maintenance: In Verbindung mit KI ist das Internet der Dinge ein grundlegender Baustein für Predictive Maintenance (“vorausschauende Wartung”). Dabei wird z.B. der Zustand einer Produktionsmaschine automatisch überwacht und analysiert, um Produktionsfehler, -leerlauf und andere Probleme zu vermeiden. Dadurch kann ein Unternehmen seine Produktion proaktiv optimieren und somit Kosten sparen.
  • Smart Cities: Die Entwicklung von Städten hin zu “Smart Cities” dient als Grundlage für zahlreiche digitale Geschäftsmodelle. So können neue Technologien genutzt werden, um mit z.B. elektrischen Ladesäulen und intelligenten Laternen verschiedenste Umwelt-Daten zu messen, analysieren und die Infrastruktur in einer Stadt zu optimieren. Solche Produkte ermöglichen die Entwicklung von zielgerichteten und kundenorientierten Services, die Ressourcen schonen und Kosten sparen.
  • Wearables & Gadgets: Bekanntermaßen werden im B2C-Geschäft dauerhaft neue Wearables und Gadgets, wie z.B. Smartwatches, Fitness Tracker oder AR Brillen auf den Markt gebracht. Doch auch im B2B-Bereich gewinnen solche IoT-basierten Produkte immer mehr an Bedeutung. Vor allem die Logistik profitiert von den technologischen Entwicklungen – hier sind Navigationsanweisungen per Smartwatch und Barcode-Scanner am Handgelenk bei vielen Unternehmen schon Standard. Die Vorteile dieser Technologien sind klar: Fehlerquoten werden verringert, Kosten und Zeit werden gespart. Dadurch wird nicht nur die Supply Chain optimiert, sondern auch die Kundenzufriedenheit gesteigert.
  • Machine-to-Machine Communication (M2M): Im Bereich von M2M gibt es zahlreiche Praxisbeispiele, die das Potenzial der Technologie im Rahmen der Digitalisierung verdeutlichen. So werden in der Logistik z.B. Sensoren eingesetzt, die den Zustand von Waren überprüfen und mit übergeordneten Systemen kommunizieren, die dann z.B. Transportprozesse optimieren. Weitere Beispiele sind das Flottenmanagement und die Bestellkettenüberwachung. Hier können Prozesse optimiert und Risiken reduziert werden, um die Produktivität zu maximieren.

3. CHATBOTS

Die technologischen Entwicklungen haben dazu geführt, dass es immer einfacher wird, Chatbots zu entwickeln. Daher kommt man inzwischen überall mit Chatbots in Berührung, egal ob im Online-Kundenservice oder bei verschiedensten Website-Interaktionen. Der aktuellste Stand der Technik sind hier sog. Chatbot Builder, die es ermöglichen, Chatbots per intuitiven Drag-and-Drop Systemen zu bauen.

Mit KI als Grundlage sind Chatbots auch für den Mittelstand eine der wichtigsten Technologien der Digitalisierung. Oftmals auch als “AI as a Service” bezeichnet, bieten Chatbots die Chance, Interaktion zwischen Mensch und Maschine effizienter zu gestalten. Moderne Chatbots haben dabei eine Reihe an nützlichen Funktionen:

  • Natural Language Processing Engines ermöglichen die Verarbeitung von sprachlichem Input und die Wiedergabe von passenden Antworten für eine optimale Kundeninteraktion;
  • Multi-Channel-Deployment bedeutet, dass Chatbots auf mehreren Kanälen gleichzeitig eingesetzt werden, um die Kundenkommunikation zu optimieren;
  • Analytic Dashboards ermöglichen es, die Leistung eines Chatbots zu analysieren und ihn darauf aufbauend weiter zu optimieren.

Entgegen der allgemeinen Erwartungen spielen Chatbots als Digitalisierungstechnologie aber auch in Produktionsprozessen eine immer größere Rolle, da sie die Mensch-Maschinen-Interaktion vereinfachen und somit zu reibungslosen Prozessen und sinkenden Kosten beitragen. Falls zum Beispiel eine Maschine merkt, dass im Produktionsprozess etwas nicht stimmt, kann sie automatisch einen Wartungsmitarbeiter benachrichtigen. So können Produktionsausfälle vermieden, Fehler behoben und Ressourcen optimal eingesetzt werden.

4. ROBOTICS

Der technologische Fortschritt ermöglicht die Entwicklung von Robotern, die kleiner, wandlungsfähiger und präziser sind, als je zuvor. Gepaart mit KI und IoT bieten sie die Möglichkeit, Produktionsprozesse zu digitalisieren und optimieren. Da die Digitalisierung von Produktionsprozessen für den Mittelstand oftmals die wichtigste Grundlage für Wettbewerbsvorteile ist, spielt Robotics als Digitalisierungstechnologie eine tragende Rolle. Aktuelle Entwicklungen in der Industrie sind z.B.:

  • Cobots: Kollaborierende Roboter, sog. Cobots, sind in vielen mittelständischen Unternehmen der erste Schritt in Richtung digitalisierter Produktionsprozesse. Zum Beispiel können repetitive und monotone Aufgaben sinnvoll von Robotern übernommen werden, um Kosten zu sparen und den Output der Produktion zu erhöhen. Da sich die Robotics-Technologien rasant weiterentwickeln, können inzwischen selbst komplexere Arbeitsschritte von Robotern übernommen werden.
  • Smart Factory: Roboter sind auch ein wichtiger Bestandteil von Smart Factories (“intelligenten Fabriken”). Dabei handelt es sich um Produktionsstätten, die sich ohne menschliche Eingriffe weitestgehend selbst organisieren können. In Smart Factories können die von Robotern gesammelten Daten genutzt werden, um Produktionsprozesse zu koordinieren und optimieren. Das spart wichtige Ressourcen und ermöglicht die Herstellung von kundenspezifischen Lösungen.
  • AGVs und mobile Roboter: In der Logistik und Produktion kommen zunehmend autonome Helfer zum Einsatz, wie z.B. AGVs und mobile Roboter. Diese sind vor allem dann sinnvoll, wenn Produkte, Materialien oder Menschen schnell, kosteneffizient und fehlerfrei von A nach B befördert werden müssen. In Zusammenarbeit mit Menschen dienen sie so als wertvolle Helfer, die Prozesse optimieren, beschleunigen und kostengünstiger machen.

5. BLOCKCHAIN

Eine Blockchain ist eine dezentrale, sichere Datenbank, die es ermöglicht, jegliche Art von Informationen zu speichern, zu verarbeiten und zu teilen. Der Hype um Blockchain begleitet uns nun schon lange, denn diese Technologie hat im Rahmen der Digitalisierung das Potenzial, jeden Industriezweig zu verändern. Damit ist sie auch für den Mittelstand einer der wichtigsten Technologien der Digitalisierung.

Praktische Beispiele für Blockchain-Anwendungen finden sich vor allem in der Banken- und Gesundheitsbranche, sowie in der Supply Chain Optimierung. Sie ermöglichen es zum Beispiel, Daten zur Materialqualität, Produkteigenschaften oder auch Vertragsinformationen transparent zu dokumentieren. So lassen sich komplette Supply Chains zurückverfolgen, Produktionsfehler vermeiden und Reparationskosten sparen.

MIT DIGITALEN TECHNOLOGIEN ZUM ERFOLG

Für den Mittelstand ist es an der Zeit, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen. Wenn die wichtigsten Technologien der Digitalisierung genutzt werden, können mittelständische Unternehmen sich im Wettbewerb gegen große Unternehmen behaupten und Wettbewerbsvorteile aufbauen.

Als spezialisierter Forschungs- und Entwicklungsdienstleister mit Expertise in den neuesten Technologien treiben auch wir bei Motius die Digitalisierung voran – mit innovativen Projekten und renommierten Kunden vom Mittelstand bis Großkonzern. Hierbei begleiten wir Unternehmen von der ersten Ideenfindung über die Beratung und Auswahl der richtigen Technologie zur Entwicklung erster Prototypen bis hin zum Ausrollen von Produktivsystemen.

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